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Aktionstag „Watercise“ in Rhein-Main-Therme mit CSL Behring

Im Oktober war das Erlebnisbad Rhein-Main-Therme bei Frankfurt/Main Schauplatz einer besonderen Veranstaltung: CSL Behring hatte zusammen mit der Deutschen Hämophilie-Gesellschaft (DHG) für einen Tag einen kompletten Schwimmbadbereich angemietet. Das Motto lautete „Watercise“ – eine Kombination aus „Water“ und „Exercise*“. Dahinter steht ein Programm mit Trainingsübungen im Wasser, das speziell auf die Anforderungen von Hämophilen abgestimmt wurde. Insgesamt 90 Teilnehmer (mit CSL Behring-Teilnehmern), Vertrauensmitglieder der DHG und ihre Angehörigen bzw. Freunde, konnten einen Tag lang verschiedene Aktivitäten ausprobieren: Aquajogging, Aquafitness sowie Tauchen. Eine Grundidee der Aktion war, Patienten und ihre Angehörigen gemeinsam zu einer Veranstaltung einzuladen und damit zur Integration von Hämophilien in Gesellschaft und Familie beizutragen. Betreut wurden die Wassersportler von qualifiziertem Fachpersonal wie Physiotherapeuten, Tauchlehrern sowie fachkundigen Trainern der Sporthochschule Köln und der Eifelhöhenklinik, Marmagen. Mit Watercise werden Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit, aber auch Beweglichkeit und Koordination trainiert. Einschränkungen durch Alter oder Gesundheitszustand gibt es keine, jeder macht entsprechend seiner Möglichkeiten mit. Physiotherapeutin Claudia Schagen erklärt, warum gerade Sport im Wasser für Hämophile so sinnvoll ist: „Das Wasser trägt einen großen Teil des Körpergewichtes. Wir fühlen uns ‚leichter‘. Dadurch können Bewegungen durchgeführt werden, von denen viele Patienten an Land nur träumen! Gelenke und Muskulatur werden auf sanfte Weise gelockert. Und nicht zuletzt: Das Verletzungsrisiko ist so gering, dass sowohl Ältere als auch Kinder ohne Sorgen richtig Sport treiben können“.

Aquafitness – in kurzer Zeit viel erreichen
Mal alle Körperpartien richtig trainieren und lockern, und das ganz ohne Schmerzen: die Teilnehmer der Aquafitness fühlten sich hinterher richtig gut. Dem Herz-Kreislaufsystem wird dabei richtig eingeheizt, deshalb sollte jeder vorher mit seinem Arzt abklären, wie sehr er oder sie „lospowern“ dürfen. Seit den Anfängen der Wassergymnastik sind zahlreiche Geräte dazugekommen, die das Training abwechslungsreicher und effektiver machen: Aquanudeln, Wasserhanteln und anderes sorgen für eine Vielzahl an Übungsmöglichkeiten. Eine Verbesserung der Gelenkigkeit ist schnell zu spüren. Lutz Pechmann, extra aus Weimar angereist, bekannte, er sei „angenehm geschafft“. Aber nicht das Programm, sondern auch die Organisation der Gesamtveranstaltung haben den Thüringer begeistert.

Aquajogging – bringt Herz und Kreislauf auf Trab
Die Trainingseinheiten waren so angelegt, dass jeder Teilnehmer alle drei Angebote ausprobieren konnte. Aquajogging ist ideal für alle, die in kurzer Zeit viel erreichen wollen: Eine halbe Stunde Joggen im Wasser verbraucht die gleiche Anzahl an Kalorien und trainiert Herz-Kreislauf in etwa wie eine Stunde Laufen „an Land“. Herr Baumann, Hämophilie-Patient aus Hannover war begeistert: „Man schwebt immer ein bißchen im Wasser und kann sich ohne Schmerzen richtig austoben. Das werde ich auf alle Fälle weitermachen. Schwimmbäder gibt es schließlich überall.“

Tauchen für Groß und Klein– völlig schwerelos im Wasser
Beim Tauchen kamen Erwachsene und Kinder voll auf ihre Kosten. Kinder ab 8 Jahren tauchen mit einem spielerischen Programm ab, in dem der Spaß im Vordergrund steht. Mit 10 bis 12 Jahren sind sie alt genug, um wie die Großen unter Wasser zu gehen. Der neunjährige Marco war ganz in seinem Element: „Das ist super! Viel besser als nur mit Taucherbrille und Schnorchel wie im Urlaub. So macht Schwimmen noch viel mehr Spaß.“

Infos und Tipps besonders für Kinder
„Bewegung geht bei Kindern nur über den Spass“, informierte Janis Kalnins von der Sporthochschule Köln. Kinder können bereits im Säuglingsalter zum Babyschwimmen beziehungsweise später zum Mutter-Kind-Schwimmen angemeldet werden. Ab etwa vier Jahren verfügt ein Kind über die motorischen Fähigkeiten, um das Seepferdchen-Abzeichen zu erschwimmen. Besonders für Hämophilie ist der Schwimmsport gut geeignet, denn wer gelenkig ist, verletzt sich nicht so schnell.

Prävention vor Behandlung
Lob bekamen die Veranstalter auch von ärztlicher Seite: Dr. Christoph Königs, Pädiater vom Uniklinikum Frankfurt ist aufgeschlossen für neue Ansätze: „Dies ist wirklich ein interessantes Projekt, das den Gedanken der Prävention unterstreicht. Das ist ein vielversprechender Weg gerade auch für Kinder.“
Weitere Veranstaltungen dieser Art sind von Seiten CSL Behring und DHG sind für das nächste Jahr in verschiedenen Regionen geplant.

(* engl. Übung)