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Immunglobuline



Erfahren Sie mehr über unsere weiteren Therapien

Die Behandlung von Immundefekten ist ein integraler Bestandteil unseres Therapieangebots. Deshalb bietet CSL Behring auch neun verschiedene Immunglobuline (Ig) an. Zu diesen Immunglobulinen, bei denen es sich um Antikörper oder Proteine handelt, gehören Immunglobulin-Lösungen zur direkten Injektion in die Blutbahn (intravenöse Immunglobuline) sowie Präparate zur subkutanen Injektion als auch Präparate zur intrmuskulären Injektion. 

Unsere Immunglobulintherapien werden zur Vorbeugung von Krankheiten bei Verdacht auf Infektion mit speziellen Krankheitskeimen als auch allgemein bei Antikörpermangel eingesetzt. Bei einigen Erkrankungen werden sie auch zur Behandlung eingesetzt. Zur Vorbeugung bei Verdacht auf Infektion mit speziellen Krankheitskeimen gibt es speziell angereicherte Immunglobulin (IG)-Lösungen (Hyper-Immunglobuline). CSL Behring bietet folgende Hyper-Immunglobuline an: Hepatitis A- IG, Hepatitis B-IG, Varizellen-IG, Tollwut-IG und Tetanus-IG. Das Tetanus-IG kann auch zur Therapie eingesetzt werden.

Durch angeborene Defekte („Primäre Immundefizienz“) kann Antikörpermangel entstehen. Es gibt aber auch Erkrankungen, die einen Antikörpermangel sekundär nach sich ziehen. Dazu gehören beispielsweise die Blutkrebserkrankungen CLL (Chronisch lymphatische Leukämie) und MM (Multiples Myelom). Man spricht dann von einer Sekundären Immundefizienz.

Weiterführende Informationen

Bei der primären Immundefizienz handelt es sich um eine genetisch bedingte Störung, die eine Gruppe von Krankheiten beschreibt. Verursacht werden diese Krankheiten dadurch, dass einige vom Immunsystem benötigte Antikörper entweder fehlen oder in ihrer Wirkungsweise gestört sind. Charakterisiert wird diese Erkrankung durch häufig auftretende Infektionen, die sich nur schwer behandeln lassen und oft lebensbedrohliche Formen annehmen. Die Weltgesundheitsorganisation hat über 100 Immundefekte identifziert, die von extrem seltenen Defekten (wie schwere kombinierte Immundefekte mit 1 Fall pro 1 Million Einwohner) bis hin zum häufiger auftretenden (1 Fall pro 500 Einwohner) selektiven IgA-Mangel reichen.

Immunglobuline werden zur Behandlung von Patienten mit zahlreichen primären Immundefekten eingesetzt. Die Behandlung kann entweder als intravenöse Infusion alle 2 bis 5 Wochen in der Arztpraxis oder Klinik erfolgen, oder sie kann nach entsprechender Schulung zu Hause als subkutane Injektion 1 bis 2 Mal pro Woche durchgeführt werden. Diese Form der Behandlung ist im Vergleich zur intravenösen Verabreichung zeitsparender und wesentlich einfacher und kann daher häufig auch vom Patienten selbst in der häuslichen Umgebung angewendet werden.

Zur Behandlung werden Immunglobuline bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Erkrankungen dieser Art, die mit Immunglobuilinen behandelt werden, sind  die Immun-Thrombozytepenie, das Guillain-Barré-Syndrom und das Kawasaki-Syndrom.

  • Die Immun-Thrombozytopenie wird durch einen Mangel an Thrombozyten (Blutplättchen) verursacht. Die meisten Fälle stehen in Verbindung mit Antikörpern gegen Thromboyten. Sehr niedrige Plättchenzahlen können sowohl zu einer ungewöhnlich hohen Blutungsneigung als auch zu einer roten oder purpurroten Verfärbung der Haut führen. Durch die Behandlung mit Immunglobulinen steigt die Thrombozytenzahl an und die Blutungsneigung geht zurück.

  • Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine neurologische Erkrankung mit über wenige Wochen zunehmenden Lähmungen an Armen und Beinen,die sogar die Atemmuskulätur erfassen kann. Durch die früheitige richtige Diagnose und Behandlung mit Immunglobulinen kann ein schwerer Verlauf weitgehend vermieden werden.

  • Das Kawasaki-Syndrom ist eine Gefäßerkrankung kleiner Kinder, die zu einer schweren Schädigung des Herzens führen kann. Durch eine frühzeitige Diagnose, die allerdings nicht immer einfach zu stellen ist, und die richtige Therapie (Immunglobuline und ASS) wird meistens ein Herzschaden vermieden.

  • Das Anti-D-Immunglobulin, das zur Vorbeugung der Neugeborenenerythroblastose dient, die auf eine Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind bei Rhesus-negativen Müttern zurückgeht.