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Avery-Landsteiner-Preis 2014

Avery-Landsteiner-Preis für Immunologie geht an Andreas Radbruch, Direktor des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin

Frankfurt a.M./Hattersheim — 17.09.2014

Für seine bahnbrechenden Entdeckungen, die zu einem grundsätzlich neuen Verständnis des immunologischen Gedächtnisses geführt haben, verleiht die Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) den Avery-Landsteiner-Preis 2014 an Professor Dr. rer. nat. Andreas Radbruch, Direktor des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin. Der Preis wurde heute im Rahmen der Jahrestagung des DGfI in Bonn überreicht. Der von CSL Behring gesponserte Preis wird alle zwei Jahre an einen international herausragenden Immunologen vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. 


Preisverleihung Avery-Landsteiner-Preis 2014 Der Avery-Landsteiner-Preis ist die angesehenste wissenschaftliche Auszeichnung, die von der Deutschen Gesellschaft für Immunologie verliehen wird,“ sagte Hans-Martin Jäck, Präsident der DGfI. „Die Deutsche Gesellschaft hat in der Vergangenheit international herausragende Immunologen  damit geehrt, und es ist mir eine besondere Freude, den Avery-Landsteiner-Preis dieses Jahr an Prof. Andreas Radbruch, einen der wegweisenden deutschen Immunologen, vergeben zu können.

Bereits in den 80er Jahren fanden die Arbeiten von Andreas Radbruch über die Anpassung eines Antikörpers zur besseren Abwehr eines Erregers einer Infektion durch den sogenannten Immunglobulin-Klassenwechsel weltweite Beachtung. Weiterhin war er an der Entwicklung der magnetischen Zellsortierung, einer in der immunologischen Forschung grundlegenden Technologie zur schnellen Isolierung von Zellen, maßgeblich beteiligt.

Herausragend sind seine Forschungsarbeiten, die zu einem grundlegend neuen Verständnis des immunologischen Gedächtnisses geführt haben. Das immunologische Gedächtnis schützt uns vor einer erneuten Infektion und bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Schutzimpfung. Im Fall von chronisch-entzündlichen Krankheiten wie Rheuma oder entzündlichen Darmerkrankungen kann es aber zur Ausbildung eines „pathogenen“ immunologischen Gedächtnisses kommen. Dies treibt die chronische Entzündung wie ein Motor immer wieder an und führt dazu, dass körpereigene Strukturen analog zu Krankheitserregern angegriffen werden. Bahnbrechend in Prof. Radbruchs Forschung war die Entdeckung, dass langlebige „Gedächtniszellen“ (und hier vor allem Antikörper-produzierende Plasmazellen aber auch T-Helferzellen) in speziellen Nischen im Knochenmark überleben. Die Gedächtniszellen bilden die Grundlage dafür, dass das Immunsystem eine überwundene Krankheit nicht vergisst, tragen aber auch entscheidend dazu bei, dass z.B. bei vielen chronisch entzündlichen Erkrankungen konventionelle Therapien dauerhaft gegeben werden müssen und diese Erkrankungen bis heute noch nicht heilbar sind. Dieses grundsätzlich neue Verständnis des immunologischen Gedächtnisses und die Erforschung der Mechanismen, die die pathologischen Gedächtniszellen am Leben erhalten, eröffnen neue therapeutische Ansätze, nur das pathogene Gedächtnis und somit die ‚Erinnerung‘ an die schädliche Entzündung selektiv so zu zerstören, dass gleichzeitig das schützende Gedächtnis erhalten bleibt. Hierzu gibt es aktuell in Zusammenarbeit mit klinischen Partnern vielversprechende Studien.

Seit 1996 leitet Andreas Radbruch das Deutsche Rheuma-Forschungszentrum Berlin, ein Institut der Leibniz Gemeinschaft. Er ist Professor für Experimentelle Rheumatologie an der Charité Universitätsmedizin Berlin.

Über den Avery-Landsteiner-Preis

Der Avery-Landsteiner-Preis ist nach zwei Wissenschaftlern benannt, die wichtige Beiträge zu unserem heutigen Verständnis der Immunologie geleistet haben. Dr. Oswald Avery, einer der weltweit ersten Molekularbiologen und ein Pionier in der Immunchemie, entdeckte DNA als die Erbinformation tragende Substanz von Genen und Chromosomen. Dr. Karl Landsteiner, der sowohl den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin im Jahr 1930 als auch einen Lasker-Preis im Jahr 1946 erhielt, beschrieb das ABO-Blutgruppen-Antigen-System. Er ist als der „Vater der Transfusionsmedizin“ bekannt.

Über CSL Behring

CSL Behring ist führender Hersteller von Plasmaderivaten. Das Unternehmen produziert und vermarktet weltweit zahlreiche plasmabasierte und rekombinante Therapeutika. Leben zu retten und die Lebensqualität für Menschen mit seltenen und schwerwiegenden Krankheiten zu verbessern, ist dabei vorrangiges Ziel. Die Therapeutika von CSL Behring sind angezeigt bei der Behandlung von Gerinnungsstörungen, darunter Hämophilie und von-Willebrand-Krankheit, primären Immundefekten, hereditärem Angioödem und vererbten Atemwegserkrankungen. Die Produkte des Unternehmens werden auch bei Herzoperationen, Organtransplantationen, Verbrennungen und bei der Vorbeugung gegen hämolytische Krankheiten bei Neugeborenen verwendet. CSL Behring betreibt eines der größten Plasmasammelnetzwerke der Welt, CSL Plasma. CSL Behring ist eine Tochtergesellschaft von CSL Limited (ASX:CSL), ein Biopharma-Unternehmen mit Sitz in Melbourne, Australien.

Weitere Informationen finden Sie unter www.cslbehring.de

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